Materialien zum Thema "Gewerkschaften"

Tutorium Dienstags 09:00 - 11:00
Tutor: Karsten Reinecke

Auszug aus Psychologie Heute - März 1999, H. 3, 26. Jg., S. 65-67, 69

"Es gibt eine Alternative zum Entlassen: New Work"
Ein Gespräch mit dem Philosophen und Ökonomen Frithjof Bergmann über die Zukunft der Arbeit

Frithjof Bergmann ist Gründer und Direktor des Center for New Work in Flint, Michigan. Bergmann wanderte mit 19 Jahren in die USA aus, übernahm viele Jobs und studierte in Princeton Philosophie. Nach Promotion und Habilitation übernahm er den Lehrstuhl für Philosophie und Anthropologie an der University of Michigan in Ann Arbor; wiederholte Lehraufträge in Princeton, Stanford und Berkeley. Bergmann ist heute Berater zahlreicher Unternehmen zur Zukunft der Arbeit; sein Konzept erprobte er wiederholt auch in der Arbeit mit Jugendlichen und Obdachlosen (Informationen: Zentrum für Neue Arbeit, Königsteiner Straße 41 A, 65812 Bad Soden, Telefon: 06196/644838)

Psychologie Heute: Ihr New Work-Projekt scheint nach den USA nun auch bei uns Furore zu machen - Sie selbst sprechen von der "Ökonomie des 21. Jahrhunderts". Um was geht es? Eine Alternative zur Erwerbsarbeit, zum traditionellen Job?

Frithjof Bergmann: Um einem Mißverständnis vorzubeugen: New Work führt nicht zurück in die industrielle Vollbeschäftigung, sondern in eine neue Ära des Arbeitens. Es geht darum, "menschenunwürdige" Arbeit mit modernen Technologien zu ersetzen, die Grundversorgung der Menschen zu gewährleisten und Arbeit aus Berufung zu ermöglichen.

Wir haben kein Patentrezept, aber das alte Jobsystem mit festem Arbeitsplatz und lebenslanger Anstellung ist nach zwei Jahrhunderten am Ende. Es muß etwas Neues kommen, da die Automatisierung nach dem industriellen Sektor die Dienstleistungsbranchen erfaßt: Bürokratien, Banken, Versicherungen oder Handel werden ihre Entlassungsschocks bald erleben - Flugtickets, Autos oder Wohnungen werden in den USA beispielsweise ja schon übers Internet vermittelt und verkauft.

Ich bin seit 20 Jahren der Überzeugung, daß das jetzige Arbeitssystem schon immer pathologisch war und die Menschen letztlich verkrüppelt. Neben dem umweltzerstörenden Ressourcenverbrauch und der Massenarbeitslosigkeit arbeiten viele Leute unter ihrem Niveau oder können ihre Talente nicht entfalten. Es wird sehr viel Scheinarbeit geleistet, von denen, die einen Job haben, arbeiten viele zuviel, zu schnell und unter zuviel Druck. Während der langen Ausbildungszeit und im "Ruhestand" wird paradoxerweise überhaupt nicht gearbeitet - und so weiter. Dabei kommt nicht sehr viel Gutes heraus: Identitätsprobleme, Depressionen, Angst vor der Zukunft. Wie die Erfahrung lehrt, wollen die meisten Menschen aber nur eines: gut und sinnvoll arbeiten oder "schaffen". Und gerade weil die alte, militärisch straff organisierte Fabrik- oder Büroarbeit der Vergangenheit angehört, können wir auf ein Zeitalter zugehen, in dem alle Leute ihre Talente stärker nutzen, mehr denken und phantasievoller sein dürfen und sollen. Da New Work das kreative, freie und "wertschöpfende" Arbeiten fördert, wird es bei der Entwicklung des nächsten Arbeitssystems wichtige Impulse liefern.

PH: Sie legen viel Wert auf die Konzepte der Berufung und der Selbstversorgung - können Sie das etwas genauer erläutern?

Bergmann: Man hat versucht, die komplexe Philosophie und Praxis von New Work als "dreimal zwei" zu beschreiben: zwei Tage "normale Erwerbsarbeit", zwei Tage Selbstversorgung und zwei Tage Selbstverwirklichung. Bei allen Projekten konzentrieren wir uns im wesentlichen auf zwei Aspekte: High tech self-providing – Selbstversorgung auf hohem technologischem Niveau - und paid calling, was man mit bezahlter "Berufung" oder Selbstverwirklichung wiedergeben kann.

Beim paid calling geht es darum, herauszufinden, was die Menschen eigentlich arbeiten möchten - was sie wirklich wollen. Es ist unglaublich, wie wenig Menschen dies noch wissen, wenn sie 20 Jahre im Jobsystem waren - oder es nie gewußt haben. Alle New Work-Projekte sollen aber nicht nur helfen herauszufinden, was man wirklich will - wozu man sich "berufen" fühlt -, sondern vor allem, wie man damit Geld verdient.

Das self-providing als zweites Standbein von New Work bedeutet eine weitreichende Selbstversorgung mit Lebensmitteln oder Kleidung ebenso wie den Bau, Ausbau oder die Renovierung von Wohnungen und Häusern. Im Gegensatz zu den klassischen Selbstversorgern der Menschheitsgeschichte - den früheren Bauern - kann man heute durch die moderne Technologie und den Computer sehr viel mehr herstellen als Wurst, Käse oder Brot. Der Phantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Computergestützte Kreativität läßt sich auf allen Gebieten entwickeln. In den Bereichen Medizin oder Alltag etwa kann man sich alles mögliche einfallen lassen und produzieren: So eignet sich der mit einer Nähmaschine gekoppelte Computer als vorzüglicher Schneider, man kann mit ihm aber auch Schuhe fabrizieren, CDs produzieren oder Staubsauger zusammensetzen und so weiter.

PH: Wie sieht New Work in der Praxis aus - konkret vor Ort?

Bergmann: Für den Erfolg von New Work ist es äußerst wichtig, daß man ein Gebäude hat, keine "Bürobaracke". In einem solchen Zentrum lernen die Menschen, "neu" zu denken. Dieses Denken bringt man den Leuten beispielsweise bei, wenn sie erkennen, wie man die ganze Welt als eine Ansammlung von Brillantheiten und Blödheiten erleben kann. Eine Knoblauchpresse etwa ist eine ausgesprochene Dummheit, denn man verbraucht mehr Zeit, um sie zu reinigen, als ihre Nutzung spart. Eine brillante Idee dagegen ist ein Spannleintuch - in der Krankenpflege etwa ist es unvergleichlich schneller und einfacher. Und da es Hunderte und Tausende solcher Beispiele gibt und die Menschen regelrecht lernen können, wie man Erfindungen macht, unterrichten wir das Kreativsein, Phantasiehaben und -erfüllenkönnen. Selbstverständlich helfen wir ihnen besonders, unternehmerisch zu denken und zu handeln - in enger Kooperation mit Unternehmen, Kommunen, Kirchen, Universitäten oder Bürgerbewegungen.

So lief es auch im ersten, heute legendären New Work-Projekt in Flint, dem amerikanischen Wolfsburg in Michigan. Anfang der 80er Jahre zeigte der Strukturwandel erste katastrophale Auswirkungen mit etwa 30 Prozent Arbeitslosen. Wir haben gesagt, anstatt die Hälfte der Menschen zu entlassen, laßt sie doch alle nur noch ein halbes Jahr in der Fabrik, während wir in der anderen Jahreshälfte im Zentrum für Neue Arbeit versuchen herauszufinden, was sie wirklich arbeiten wollen - ihre "Berufung" also- und ob wir damit nicht auch Geld verdienen können. Wie alle wissen, hat sich dies sehr bezahlt gemacht.

PH: Wie kann man sich das typische Beispiel von "Berufung" und neuer Selbstversorgung oder Selbständigkeit bei New Work vorstellen: ein Arbeiter wird Lehrer?

Bergmann: Ja - ein ehemaliger Fließbandarbeiter entdeckt seine Begeisterung für Yoga, eröffnet ein Studio und baut dies zu einem Meditationszentrum aus. Oder eine entlassene Arbeiterin erkennt im Zentrum für Neue Arbeit ihre Liebe für balinesische Kultur- und Kunstformen - Musik, Puppenspiel, Tanz, Töpferei und so weiter - und beginnt, dies sehr erfolgreich zu unterrichten. Die Beispiele von Neugründungen sind endlos: Vor Jahresfrist gründeten verschiedene Gruppen von Arbeitern kleinere Betriebe, in denen sie nun besonderes Bootszubehör produzieren. Einige arbeitslose junge Männer eröffneten jüngst eine Agentur für Senioren, die dieser Klientel hilft, den Grundgedanken von New Work zu erschließen.

Bei New Work geht es letztlich immer darum, das "Gold in den Köpfen" der Menschen zu heben und zu erkennen, daß die Leute oft unwahrscheinliche Talente haben - wenn man sich nur genügend Zeit und Geduld nimmt.

PH: Ihr Modell ist ja nun doch eine Art "Gegenökonomie". Wie finanzieren sich diese Projekte? Wie kann man damit Geld verdienen? Wie überzeugen Sie das Management, warum sich New Work lohnt?

Bergmann: Es gibt viele gute Gründe. Der wichtigste Grund lautet: Es ist eine Alternative zum Entlassen. Da New Work eine große Wertschöpfung erbringt, ist es menschlich und betriebswirtschaftlich gesünder, weil die Leute - und die Unternehmen - häufig sogar besser als bisher daran verdienen. Entlassungen sind für die Betriebskultur immer sehr teuer. So sind die Investitionen für Ausbildung ebenso verloren wie das Wissen und die vielfältigen Kompetenzen der ehemaligen Mitarbeiter - die Negativliste ist lang. Mit New Work bleiben diese Aktivposten den Unternehmen erhalten. Zudem führen große Entlassungen zu chronisch "bleiernen Zeiten" in den Unternehmen: So oder so trägt jeder jederzeit und überall die Angst mit sich herum, es könne ihn oder sie auch bald erwischen. Dagegen ist es für jedes Unternehmen eine sinnvolle Investition, für zwei- oder dreitausend Entlassungen keine 100 oder 150 Millionen zahlen zu müssen, sondern statt dessen ein sehr viel preiswerteres Zentrum für Neue Arbeit zu bauen.

Für die Praxis sind zwei Aspekte wesentlich: man gründet neue Unternehmen oder Betriebe, während man versucht, bestehende Institutionen wie Stiftungen und Kreditanstalten etwas "umzukrempeln": In Zukunft muß ein Mensch mit einer Idee auch im Betrieb in ein Büro gehen können, wo ihm die Leute zuhören. Und wenn die Idee gut ist, wird er sie vielleicht viermal erläutern, aber keine hundert Seiten Antrag oder Formulare mehr schreiben müssen, um gefördert zu werden. Das Ziel heißt: Die Menschen oder Mitarbeiter ermutigen, selbst zu erfinden und selbst Produkte zu entwickeln und zu verkaufen. Neben sozialen Aufgaben kann dies auch die Gründung eines eigenen Betriebes oder die Entwicklung neuer Produkte sein. Anstatt die Leute also arbeitslos werden zu lassen, kann man ihnen offerieren: Wenn Sie eine Idee haben, kommen Sie zu uns - und wir helfen Ihnen wirklich. Aber nur, wenn Sie eine gute Idee haben.

Zum Beispiel mit Mitteln aus innerbetrieblichen Stiftungen, aus denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Stipendien oder günstige Kredite erhalten. Selbstverständlich spricht nichts dagegen, daß New Work auch einem Kreditverein, einer Stiftung oder Bank angegliedert ist. In den meisten Fällen haben sich diese "Investitionen" bisher sehr gelohnt. Da sich auch im Umfeld von New Work-Zentren immer neue Geschäftsmöglichkeiten entwickeln, wo man ebenso gutes Geld verdienen kann, gilt volkswirtschaftlich: mehr Arbeit, mehr Kunden, mehr Käufer.

Für New Work spricht zudem das Training in Kreativität. Schon heute sind die Vorteile der Betriebe deutlich, die kreative und begabte Mitarbeiter zu binden vermögen. Von allen guten Gründen für New Work ist dieses Argument dasjenige, bei dem Manager meist sehr schnell reagieren.

Bei alldem darf man nicht vergessen, wie erfolgreich New Work-Projekte in den letzten Jahren mit Jugendlichen, Arbeits- und Obdachlosen in New York, Detroit, Los Angeles, San Francisco und anderen Städten gearbeitet haben. In diesem Zusammenhang zeigte sich, daß auch der Staat viel Geld sparen könnte, da Sozialhilfe die Menschen erniedrigt, während sie durch anspruchsvolle Eigenarbeit selbstbewußt und produktiv bleiben.

PH: Die Wirtschaft scheint sich ernsthaft für das New Work-Modell zu interessieren - nach den USA nun auch in Europa und Deutschland. Wie gut entwickeln sich diese "Bündnisse für Neue Arbeit"?

Bergmann: Im Gegensatz zum Anfang der 80er Jahre, als wir in Flint erste mühsame Versuche unternahmen, rennen wir beim Spitzenmanagement Ende dieses Jahrzehntes fast schon offene Türen ein. Am intensivsten hat sich New Work in Michigan entwickelt, wo es mittlerweile im Rahmen der Michigan Futures als einem Firmenkonsortium von über 100 Betrieben verwirklicht wird. Neben der Automobilindustrie kooperieren auch High-Tech-Unternehmen wie BC Hydro im kanadischen Vancouver. In Deutschland sind in Hamburg und Kassel New Work-Projekte geplant, eine größere Aktion läuft in Chemnitz, auch im thüringischen Mühlhausen wird ein Projekt initiiert. Wir verhandeln mit einer Großbank, und es könnte sein, daß ein Unternehmen wie Ford bald auch in Europa in großem Maße in New Work investiert, weil sie sonst eine Reihe von Betrieben wie in Spanien oder Belgien schließen müssen; auch über Köln wird nachgedacht. Da Entlassungen aber nicht mehr als "Erfolgsmeldungen" verkauft werden können, weil sie dem Image schwer schaden, will das Management mit New Work neue Wege beschreiten.

PH: Kapitalistische Systemkritik war Ihnen selbst nicht fremd. Hat sich das alte Feindbild des Kapitalismus tatsächlich aufgelöst?

Bergmann: Ich mache mir keine Illusionen über die Motive der ökonomischen Kooperation: Es hätte vom Blickwinkel des Kapitals auch vorteilhaft sein können, wenn man die Leute täglich weiter "peitscht". Es hat sich aber gezeigt, daß es produktiver ist, wenn man mit Menschen menschlich umgeht, sie phantasievoller, verantwortlicher und individueller arbeiten als bisher. Da diese sogenannten "Win-Win-Situationen" zu den wichtigsten Zukunftsoptionen geworden sind, fährt das Kapital - zumindest das klügere - in einer absehbar stark wachsenden Anzahl von Betrieben und Unternehmen auf dieser Schiene. Das überzeugende Argument "New Work als Alternative zum Entlassen" gilt eben für alle - und nicht nur für Arbeiter am Fließband. Heute ist es ja fast normal, wenn ein Manager mit 45 entlassen wird, mit 55 ist es selbstverständlich. Und viele von ihnen machen genauso wie 70jährige Rentner oder entlassene 30jährige Arbeiter die Erfahrung, noch gar nicht das gemacht zu haben, was sie eigentlich wirklich wollten und immer noch wollen.

Zwischen neueren Unternehmenskonzepten und New Work gibt es dabei schon heute mehr strukturelle Ähnlichkeiten, als viele glauben. Deutlich wird dies beispielsweise an der nun diskutierten Idee, daß Wirtschaftsunternehmen zukünftig "Überschüsse" an Humankapital bereitstellen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben - und wieder mehr Menschen an sich binden, als sie gerade brauchen. Entsprechende Überlegungen laufen daraufhinaus, den Bereich der sogenannten kundenorientierten monetären Wertschöpfung durch zwei weitere Felder zu ergänzen und zu sichern: durch "bezahltes Nachdenken" in Forschung, Experiment oder Bildung und "organisierte Freizeit" für unbezahlte Freistellung, Sabbaticals, Erholung und so weiter. Mit New Work kann man dies hervorragend umsetzen. Die Vorstellung, daß uns irgendwie die Arbeit ausgehen könnte, ist ohnehin ein großes Mißverständnis: Man könnte mehr erfinden, mehr mit Kindern oder Alten arbeiten, mehr entdecken, neue Produkte schaffen. Wie wir aus dem Umfeld von New Work praktisch wissen, muß man nur damit anfangen wollen, jenseits der gewohnten Bahnen zu denken und zu arbeiten.

PH: Ähnelt New Work nicht älteren Utopien wie "Ökotopia" der Umweltbewegung?

Bergmann: Sinnvoll zu leben und zu arbeiten ist ein alter Menschheitstraum. Bei New Work geht es aber nicht darum, weniger zu arbeiten und immer mehr Freizeit zu haben. Was wir mit calling oder "Berufung" meinen, hat nichts mit einer falsch verstandenen "Freiheit" zu tun. Denn mit dem Wissen, was man wirklich will, ist ein Tun verbunden, das eine Freiheit verwirklicht, die sich vom üblichen Verständnis sehr unterscheidet: Freiheit bedeutet nicht, nichts zu tun, sondern individuelle Lebensaufgaben annehmen und lösen zu können. Wir versuchen mit New Work deswegen ja auch, die Leute zu Unternehmern zu erziehen, weil ein unternehmerisches Leben, in dem man selbst entscheidet und handelt, eben meist bedeutet, ein abenteuerliches Leben zu führen - was wiederum mit Freiheit sehr viel zu tun hat.

PH: Wie weit wird New Work die Zukunft mitgestalten?

Bergmann: Nach allen Erfahrungen der letzten Jahre und Monate bin ich überzeugt, daß New Work eine große Rolle in der Arbeitswelt von morgen spielen kann, da es ideell wie materiell für alle Beteiligten sinnvolle Vorteile bringt. Anfang oder Mitte der 80er Jahre hat noch niemand so etwas gedacht, aber nun ist die Zeit soweit: Gerade weil New Work durch seine Erfindungen und charakteristische "neue Selbständigkeit" weder als alternative Selbsthilfebewegung noch staatliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mißverstanden werden kann, bringt sie als neuartige Kooperation zwischen Unternehmen, Politik und Gesellschaft zusätzliche Arbeit. Für New Work spricht zudem, daß es den wirtschaftlichen Strukturwandel unterstützt und Wege im Umbau der Arbeits- zur nachindustriellen Tätigkeitsgesellschaft eröffnet - dies ist auch kulturell eine sehr positive Entwicklungsperspektive. Inhaltlich wird sich natürlich eine Diskussion entfalten müssen, wie sich die neu aufzuteilende Lebensarbeitszeit am besten gestalten läßt - ob das dann auch in einigen Jahren noch New Work heißt, ist vollkommen unwichtig: Entscheidend ist, daß wir sinnvoll "schaffen" und leben können.

Mit Fridhjof Bergmann sprach Andreas Huber

Burkhard Czarnetzki, Burkhard.Czarnetzki@stud.uni-hannover.de